29.01.2026 Aussteller kündigen an

Dezentraler Redispatch unterstützt die Energiewende: DEER setzt auf Einbindung von Kleinstanlagen

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DEER zeigt auf der E‑world 2026, wie sich Millionen verteilter Erzeugungs-, Verbrauchs- und Speichereinheiten digital ins Energienetz einbinden lassen– für mehr Stabilität, Effizienz und Flexibilität.

Die Anzahl registrierter Balkonkraftwerke, elektrischer Wärmepumpen, Stromspeicher und Elektrofahrzeuge nimmt kontinuierlich zu, ihre Einbindung kann zur Modernisierung des Systems beitragen. Wie kann es technisch gelingen, diese dezentralen Kleinstanlagen netzdienlich ins Stromsystem zu integrieren, zu steuern und abzurechnen?

Das Forschungsprojekt DEER aus dem Technologieprogramm Edge Datenwirtschaft zielt darauf ab, diese dezentralen Einheiten digital in das Energiesystem einzubinden. Vier Herausforderungen stehen dabei im Mittelpunkt. Erstens: den Datenfluss von Kleinstanlagen zu den Netzbetreibern zu managen. Zweitens: Die ausgetauschten Daten zu verifizieren. Drittens: einen automatisierten Ablauf des Geschäftsprozesses sicherzustellen. Viertens: den Schutz der personenbezogenen Daten zu garantieren. Hierbei helfen digitale Technologien wie Edge‑Computing und KI, die Daten direkt an der Anlage erfassen und auswerten können.

Ein weiterer Baustein ist das Bündeln vieler einzelner Flexibilitäten zu größeren Einheiten. Erstens sind Einzelflexibilitäten zu klein, um sinnvoll am Markt angeboten werden zu können. Zweitens können die Effekte des Pools genutzt werden, um zum Beispiel Prognoseabweichungen einzelner Anlagen auszugleichen. Voraussetzung ist, dass Haushalte ihre eigene Flexibilität definieren – etwa, wann sie Strom verbrauchen oder erzeugen möchten – und standardisierte Kommunikationslösungen installiert werden.

Zum Schutz der Privatsphäre setzt DEER auf digitale Identitäten. Die Anlage bekommt eine digitale Ausweisfunktion, wodurch der Dateneigentümer die Weitergabe von Daten und den dahinterliegenden Informationen selektiv selbst bestimmen kann. Zero‑Knowledge‑Proofs ermöglichen es, Eigenschaften einer Anlage zu bestätigen, ohne sensible Daten offenzulegen. So entsteht ein verifizierbares, sicheres und zugleich datenschutzfreundliches System.

Über das Technologieprogramm Edge Datenwirtschaft

Dezentrale Dateninfrastrukturen werden zunehmend wichtig, um die Datensouveränität zu wahren und die weitere Entwicklung von Datenökosystemen zu ermöglichen. Eine Anforderung, die in vielen Bereichen der Wirtschaft zutrifft, weswegen es gilt, die Vorteile von Edge- und Cloud-Technologien zu kombinieren. Im Technologieprogramm Edge Datenwirtschaft des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt haben zehn Projekte aus den Bereichen Wasserwirtschaft, Energie, Produktion, Lebensmittel, Smart Living und Pflege an praxisnahen Lösungen gearbeitet.

Hinweis

Mit DEER stellen noch die Projekte ARIKI und RIWWER (beide aus der Wasserwirtschaft) am Stand des Technologieprogramms Edge Datenwirtschaft in Halle 4, Stand 4H120 aus.

Kontakt für Rückfragen und Interviewwünsche
PRpetuum GmbH, Antje Schmieder
Tel.: 030 4000 652-25, E-Mail: a.schmieder@prpetuum.de