29.01.2026 Aussteller kündigen an

Digitale Abwassersteuerung bei Starkregenereignissen: RIWWER zeigt Lösungen für Kommunen

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RIWWER stellt auf der E‑world 2026 eine digitale, KI‑gestützte Lösung vor, mit der Kommunen Starkregen besser bewältigen und die Anforderungen der EU‑Kommunalabwasserrichtlinie erfüllen können.

Kommunen stehen bei der Bewältigung von Starkregen vor wachsenden Herausforderungen. Zu den jährlich rund fünf Millionen Kubikmetern Schmutzwasser kommen etwa drei Milliarden Kubikmeter Regenwasser hinzu – eine enorme Belastung für Kanalnetze und Umwelt. Gleichzeitig sorgen neue gesetzliche Vorgaben wie die EU-Kommunalabwasserrichtlinie dafür, dass sich Kommunen um ein intelligentes Abwassermanagement kümmern müssen. Dabei geht es nicht nur darum, die Kanalbewirtschaftung zu verbessern, sondern – laut Richtlinie der EU – vor allem darum, „die menschliche Gesundheit und die Umwelt besser vor schädlichen Wassereinleitungen zu schützen“.

Hier setzt das Forschungsprojekt RIWWER aus dem Technologieprogramm Edge Datenwirtschaft an. Ziel ist es, Kommunen zu unterstützen, ihre Kanalnetze resilienter und vorausschauender zu betreiben. Dafür werden an ausgewählten Stellen in Kanälen und Regenbecken Sensoren installiert, die Wasserstände und weitere Systemdaten in Echtzeit erfassen. Die Informationen dienen zugleich als Trainingsdaten für KI‑Modelle, die – kombiniert mit Wetterdaten – präzise Vorhersagen über den Verlauf von Starkregenereignissen ermöglichen.

RIWWER nutzt hier die Synergie aus Edge- und Cloudtechnologie, um ein leistungsfähiges System zu kreieren. Die Daten werden an den Sensoren selbst, also „on the edge“, erfasst und verarbeitet. Dies ermöglicht eine schnelle Reaktion auf lokale Ereignisse, da die Daten direkt vor Ort verarbeitet werden. Auf der Cloud-Ebene werden die Systemprozesse und Daten der Sensoren zentral erfasst, analysiert und langfristig ausgewertet. Dadurch können Trends und Muster erkannt werden, die punktuell nicht sichtbar sind. Außerdem kann die Cloud-Ebene durch umfangreichere Rechenkapazitäten komplexere Analysen und Vorhersagen durchführen sowie Trainingsdaten und Algorithmen liefern.

Über das Technologieprogramm Edge Datenwirtschaft

Dezentrale Dateninfrastrukturen werden zunehmend wichtig, um die Datensouveränität zu wahren und die weitere Entwicklung von Datenökosystemen zu ermöglichen. Eine Anforderung, die in vielen Bereichen der Wirtschaft zutrifft, weswegen es gilt, die Vorteile von Edge- und Cloud-Technologien zu kombinieren. Im Technologieprogramm Edge Datenwirtschaft des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt haben zehn Projekte aus den Bereichen Wasserwirtschaft, Energie, Produktion, Lebensmittel, Smart Living und Pflege an praxisnahen Lösungen gearbeitet.

Bild:
Mit dem Teststand wird der ganze Prozess simuliert: Aus einem Wolkenmodell wird Starkregen durchs Kanalnetz geschleust und strömt durch Reservoire, Pumpanlagen und Ventile.
© RIWWER

Hinweis

Mit RIWWER stellen noch die Projekte ARIKI (Wasserwirtschaft) und DEER (Energiewirtschaft) am Stand des Technologieprogramms Edge Datenwirtschaft in Halle 4, Stand 4H120 aus.

Kontakt für Rückfragen und Interviewwünsche
PRpetuum GmbH, Antje Schmieder
Tel.: 030 4000 652-25, E-Mail: a.schmieder@prpetuum.de