H2med, der Wasserstoffkorridor, hat seit seiner Gründung bemerkenswerte Fortschritte erzielt, dank der gebündelten Kräfte der Projektpartner und der starken politischen Unterstützung auf höchster Ebene.
Durch die enge Zusammenarbeit von REN (Portugal), Enagás (Spanien), NaTran und Teréga (Frankreich) sowie OGE (Deutschland) sind die Machbarkeitsstudien und die grenzübergreifende Zusammenarbeit zügig vorangegangen.
Aufbau eines europäischen Wasserstoff-Netzes
Der Korridor besteht aus den nationalen Wasserstoff-Netzen von Portugal, Spanien und Frankreich, die bis ins deutsche Kernnetz führen. Er verbindet Produzenten auf der Iberischen Halbinsel und in Frankreich mit den wichtigsten Nachfragemärkten in Frankreich und Deutschland und hat eine Kapazität von 2 Millionen Tonnen pro Jahr. Zentrale Bestandteile des Projekts sind zwei Verbindungsleitungen zwischen Portugal und Spanien (CelZa, die Celorico da Beira mit Zamora verbindet) und zwischen Spanien und Frankreich (BarMar, die Barcelona und Marseille verbindet).
Das Projekt wird von den Regierungen Spaniens, Portugals, Frankreichs und Deutschlands sowie von der Europäischen Union ausdrücklich unterstützt, was zeigt, wie wichtig es für die Umsetzung des REPowerEU-Plan und Dekarbonisierungszielen ist. Zu den jüngsten Meilensteinen zählen die starke politische Unterstützung und wichtige Fortschritte bei den technischen Machbarkeitsstudien.
Machbarkeitsstudien erfolgreich abgeschlossen
Im November 2025 wurden bereits umfassende geophysikalische Prospektionskampagnen erfolgreich abgeschlossen und die technische Machbarkeit des BarMar-Projekts nachgewiesen. Dazu gehören auch technische Analysen von Experten, die im Anschluss an umfangreiche geophysikalische Vermessungskampagnen durchgeführt wurden. Insbesondere die Kampagnen im Sommer 2025 und 2024 haben bestätigt, dass der geplante Korridor für die BarMar-Wasserstoffpipeline aus technischer Sicht realisierbar ist. Dadurch konnte das Datum der kommerziellen Inbetriebnahme (COD) von BarMar und CelZa im Jahr 2032 festgelegt werden.
Starke politische Unterstützung durch nationale Regierungen und die EU
Nachdem das Projekt bereits 2024 von der Europäischen Kommission offiziell als Projekt von gemeinsamem Interesse (PCI) anerkannt wurde, war das Jahr 2025 von einer entscheidenden Beschleunigung des H2med-Projekts geprägt. Dazu gehören: die Unterzeichnung von Fördervereinbarungen mit der Europäischen Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) für die Projekte BarMar und CelZa; die Gründung des Unternehmens BarMar im Juli vergangenen Jahres zur Entwicklung der Verbindungsleitung zwischen Barcelona und Marseille; und die wiederholte politische Unterstützung aller am H2med-Korridor beteiligten Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission, die den Korridor als vorrangige „Energieautobahn” einstuft. Wichtig ist ebenfalls die Bestätigung durch den Markt, die sich darin zeigt, das die H2med-Allianz seit der Veranstaltung im September letzten Jahres in Berlin nun 49 Mitglieder aus der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette zählt.
Diese Erfolge zeigen, dass das Projekt ausgereift und bereit ist, die nächsten Phasen in Angriff zu nehmen. Die Zusammenarbeit zwischen den Partnern – Enagás, REN, NaTran, Teréga und OGE – stellt sicher, dass H2med über das erforderliche Fachwissen und die notwendigen Ressourcen verfügt, um ein resilientes und zukunftssicheres Wasserstoff-Netz für Europa zu schaffen.